Wer das falsche Material bestellt, bekommt schnell Probleme mit Standfestigkeit, Wasserführung oder Optik. Kies ist rund, Schotter kantig und Splitt feiner. Das klingt einfach, ist für Unterbau, Oberfläche und Fugen aber entscheidend.
Kies: rund und gut für Drainage
Kies besteht aus gerundeten Körnern. Dadurch entstehen Hohlräume, durch die Wasser gut ablaufen kann. Genau das ist oft gewünscht, zum Beispiel bei Drainageschichten oder sichtbaren Zierflächen.
Für stark belastete Tragschichten ist Kies allein aber nicht immer die beste Wahl. Die runden Körner verzahnen sich schlechter als kantige Körnungen.
Schotter: tragfähig durch kantige Körner
Schotter wird gebrochen und ist daher kantig. Die Körner verzahnen sich beim Verdichten stärker. Das macht Schotter zu einem typischen Material für Tragschichten im Wege- und Straßenbau.
Besonders wichtig ist die richtige Körnung. Für belastete Flächen kommen oft gröbere Mischungen infrage als für reine Gehwege. Entscheidend ist immer die Nutzung der Fläche.
Splitt: feiner und gut zum Ausgleichen
Splitt ist ebenfalls gebrochen, aber feiner als Schotter. Er eignet sich gut als Bettung für Pflaster oder Platten und für Fugenmaterial, wenn ein kantiges Korn gefragt ist.
Auf größeren Flächen ersetzt Splitt keinen tragfähigen Unterbau. Er ist eher eine präzise Arbeits- und Ausgleichsschicht als das eigentliche Fundament.
Welches Material für welchen Zweck?
Einfach gesagt:
- Drainage und Zierfläche: oft Kies
- Tragschicht: meist Schotter oder Mineralgemisch
- Pflasterbettung und Fugen: oft Splitt
Wenn Sie eine Fläche bauen, denken Sie in Schichten. Die obere sichtbare Schicht und der tragende Unterbau sind fast nie dasselbe Material.
Darauf sollten Sie beim Einkauf achten
Fragen Sie nach Materialart, Körnung, Liefermenge, Verdichtbarkeit und geplantem Einsatz. Bei einer Einfahrt gelten andere Anforderungen als bei einem Gartenweg oder einer dekorativen Fläche.
Wenn Sie unsicher sind, beschreiben Sie immer die spätere Belastung: nur zu Fuß, mit Pkw oder mit schwerem Gerät. Das hilft bei der Auswahl wesentlich mehr als nur das Wort „Schotter“.